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Unsere Ziele - nicht allein die Herausgabe eines Buches

Nach etwa vier Jahren regelmäßiger Zusammenkünfte bedurfte der kriselnde Delphin-Kreis dringend eines gemeinschaftsbildenden Projekts, um nicht immer mehr ins Gesellig-Unverbindliche abzugleiten. Zu jener Zeit stellte Herbert Hofmann die "Konstanzer geschichtlichen Beiträge" des J. Ph. J. Ruppert vor (>> Wir über uns > Das DelphinBuch). Dieter Städele griff die Idee begierig auf und schlug vor, die inzwischen angewachsenen Forschungsergebnisse der Delphiner zu publizieren. Mit Feuereifer ging man ans Werk.

Alle Delphiner waren in der Lage, Beiträge beizusteuern. Immo Göpfrich konnte als Zeichner gewonnen werden. Herbert Hofmann ebnete den Weg zu unserem ersten Verleger und kümmerte sich um Layout-Entwurf und Einbandgestaltung. Dieter Städele übernahm die inhaltliche Zusammenführung und Gesamtredaktion.

Mit der Buchvorstellung 1986 war eines unserer wichtigen Ziele erreicht: Der Delphin-Kreis schloss sich wieder enger zusammen, war endlich einmal an die Öffentlichkeit getreten und hatte damit bewiesen, dass eine Privatinitiative ohne öffentliche Förderung und/oder vereinsmäßigen Hintergrund etwas Währschaftes auf die Beine stellen kann.

Neben diesem internen Ziel bestimmten natürlich schon vorher und auch danach eine Reihe weiterer Zielsetzungen unser Tun:

  • Einmal Erforschtes nicht in Schubladen versenken und in Vergessenheit geraten lassen.
  • Auch "normale BürgerInnen" interessieren sich für Geschichte und wollen Lesestoff über ihre Heimat haben.
  • Viele Leute müssen erst darauf hingewiesen werden, was es zu sehen gibt, lernen genauer hinzuschauen, was ihre Region an Schätzen besitzt; dann sind sie auch bereit, für deren Erhaltung zu kämpfen.
  • Gegengewicht bilden zur wachsenden Geschichtslosigkeit.
  • Ein Buch für alle Konstanzer machen, aber besonders auch für jene, die es erst werden wollen.
  • Nur wer weiß, woher er kommt, weiß auch, wo er steht und kann verantwortlich planen, wohin er gehen will. Die Geschichte kann dem Menschen bei der eigenen Standortbestimmung helfen.
  • Wir wollen zum Lesen anregen, Leserinnen und Leser von den Bildschirmen weglocken.
  • Selbst gestellten Qualitätsansprüchen gerecht werden durch ein gediegenes, bibliophil gestaltetes Buch.
  • Die Leserinnen und Leser informieren, sie aber auch unterhalten mit sehr breit gestreuten Themen und unter Beibehaltung persönlicher Stilformen.
  • Forschungsgegenstände sollen bearbeitet werden, die sonst noch kaum jemand für erforschenswert hielt.
  • Der Grenzzaun, besonders der in den Köpfen, muss überwunden werden. Die Schweizer Nachbarn sollten angemessen berücksichtigt werden.
  • Auch den sog. Nicht-Historiker sprechen lassen. Auch sein Wissen und seine Erinnerungen oft sehr persönlicher Art dürfen nicht vergessen werden.

1984/85 glaubte noch kein Delphiner daran, dass es nicht bei einem Buch bleiben würde, sondern der mutige Schritt getan war zur Gründung einer ganzen Buchreihe (>> Wir über uns > Das DelphinBuch). Außerdem rückten wir nie davon ab, unentgeltlich zu arbeiten. Bei uns wird jede anfallende Tätigkeit ohne Entschädigung oder Honorar erledigt. Wenn wir denn Ämter zu vergeben hätten, wären es alles sog. Ehrenämter!


Von Anfang an suchte der Delphin-Kreis Kontakt zu den Schweizer Nachbarn, der auch sofort erwidert wurde. Hier der damalige Präsident der Vereinigung Heimatmuseum Kreuzlingen, Alfred Hungerbühler (M.), mit Delphinern bei einer Begehung von Stromeyersdorf.

 

 

 



Wir lachen zwar alle gern, trinken aber doch mehr Mineralwasser als Wein und Bier. Der Männertratsch allein, so heilsam er auch sein mag, hätte uns auf Dauer aber doch wohl nicht zusammengehalten.

 

 


Der damalige Leiter des Buchverlages des SÜDKURIER, Detlef Laubach, ließ sich überzeugen und unterstützte hinfort das Projekt maßgeblich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dass wir 1986 gleich mit zwei Bänden herauskamen, verdanken wir dem Verlagsleiter, der einen vorgesehenen Aufsatz von Dieter Städele über die Schülerpostkarten unbedingt erweitert sehen und als selbständiges Buch herausgeben wollte.

 

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